| Rosen-Methode - Körperarbeit - Deutsches Zentrum - Juliane Maria Knoop |
| Vortrag |
Ich habe mich sehr über die Einladung von Frau Dr. Reddemann gefreut,
Ihnen heute die ROSEN-METHODE KÖRPERARBEIT vorzustellen. So ist die ROSEN-METHODE ganz und gar aus ihrer Praxis, der Arbeit mit Menschen, ihren Klienten, entstanden. Es geht hier um eine heilsame Berührung - einer Berührung von verspannten Muskelregionen, die wir uns im Laufe der Zeit wie Schutzwälle, Barrieren aufbauen. Warum tun wir das? Die Schutzhaltung hilft uns, nicht bloßgestellt zu sein, uns nicht zeigen
zu müssen , macht unseren Rückzug und unsere Zurückhaltung möglich, macht
uns unverletzbarer - so wie wir wirklich sind, geht niemanden etwas an, mit Fassaden und Masken begegnen wir dem Leben.
Wenn Gefühle zum gegebenen Zeitpunkt nicht verarbeitet, nicht gezeigt oder
zum Ausdruck gebracht werden konnten, - sei es, weil es gerade nicht passte
nicht erlaubt war (Kindheit) nicht adäquat erschien oder einfach zu
schmerzlich gewesen wäre, dann sind sie verdrängt worden, weggesteckt um
zu vergessen. Doch im Unterbewusstsein sind sie noch da, im Körper, in
den Muskeln gespeichert. Muskeln funktionieren normalerweise so, dass
sie sich anspannen und wieder entspannen - das ist ihre Arbeit. WAS MACHT NUN DIE ROSEN-METHODE ? WIE GEHT SIE VOR?Der Klient liegt in der ersten Hälfte der
Sitzung auf dem Bauch auf einer Liege, wenn möglich sind Oberkörper und
Beine unbekleidet. (Später liegt er dann auch auf dem Rücken). All das sind Barrieren in Form von muskulären Verspannungen, die uns das Leben eingegrenzter erfahren lassen, wo weniger Möglichkeiten bestehen am Leben teilzunehmen. (z.B. Verspannungen am Nacken, in den Armen an Rücken und Beinen) Dort, wo die Muskeln die Erfahrungen von
unterdrückten Gefühlen unter Kontrolle halten, nämlich wo sie hart und fest
sind, beginnen wir mit der Berührung. Wir beginnen mit den Händen dort zu
arbeiten, wo die Verspannung eindeutig sichtbar ist, z.B. am Rücken; die
Hände halten dort inne, wo sie die Verspannungen spüren, begegnen diesen
Verspannungen mit Druck, gemäß ihrer Stärke, berühren mit allen Teilen der
Hände (Handballen, Daumen, Finger etc.) Diese Berührung, die nichts fordert, nichts
erreichen will, schlicht erwartungslos ist, macht es dem Klienten möglich
sich tief zu entspannen und sich gleichzeitig seines Festhaltens bewusst
zu werden; damit einher eröffnet sich der Raum mit verborgenen Gefühlen
in Kontakt zu kommen , diese dürfen nun auftauchen und bewusst werden, in
Form von Erinnerungen, Bildern, auch Gerüchen und Farben. Die aufnahmebereiten aufmerksamen Hände
schaffen nun Raum für die innere Stimme des Klienten.
In dieser offenen Berührung entsteht die Hingabe zu sich selbst und das
sich Annehmen. Die Atmosphäre, die zwischen Klient und Praktizierendem entsteht, macht es möglich, den an die Oberfläche tretenden Gefühlen Ausdruck zu verleihen, verbal und nonverbal. Jetzt können Tränen über längst Vergessenes fließen, Licht kann in das Dunkel, Luft in das Zusammengepresste gelangen. Marion Rosens Leitsatz liegt ein Wort aus dem Thomas Evangelium (Kap. 70) zugrunde. Es lautet: "Wenn du das hervorbringst, was in dir ist, wird dich das was du hervorbringst retten. Wenn du nicht hervorbringst was in dir ist, wird dich das, was du nicht hervorbringst zerstören." Auf unsere Arbeit übertragen: Unsere verdrängten Teile in uns arbeiten gegen uns; sie bringen Krankheiten, Einschränkungen in physischer und psychischer Form. DER ATEMDer Schlüssel unserer Arbeit ist der Atem,
das Zwerchfell das "Stimmungsbarometer." Über das Atemmuster erhalten wir
Informationen: welches Statement wird verkörpert, welcher Platz im Leben
eingenommen? Auf die Atembewegung richten wir während der Berührung unsere
Aufmerksamkeit, nehmen Veränderungen wahr; sie deuten darauf, dass auch
innerlich etwas in Bewegung kommt, sobald die Berührung tiefer dringt, der
Atem das Verdrängte aus den tieferen Schichten hervorholt. Wenn sich im Laufe der Sitzung das Zwerchfell in der Atembewegung entspannt, entsteht ein friedliches, nährendes Wohlgefühl, eine Gelassenheit und ein Annehmen von dem, was ist. DIE BEDEUTUNG DER WORTEDie ROSEN-METHODE hat auch einen verbalen Teil. Kommt der Klient mit seinen Gefühlen in
Verbindung, fühlbar durch das Aufgeben der Anspannung, sichtbar z.B. an
nur einer Träne, die aus dem Augenwinkel rollt, schweigen wir, die Hände
werden still, bleiben präsent, dem Klienten wird Raum gegeben, mit dem zu
sein, was gerade auftaucht.
Die Klienten werden in keiner Weise be- oder gedrängt. Die schwedische Wissenschaftlerin Dr. Kerstin Uvnäs-Moberg hat ein Buch mit dem Titel Lugn (dt.: Ruhe ) veröffentlicht. Sie fand heraus, dass jedes Mal, wenn wir in nicht-aggressiver Weise berührt werden, das Hormon Oxytocin freigesetzt wird. Es bringt dem Berührten Frieden und Erfüllung. Wenn diese Entspannung eintritt, dann haben die Menschen auch Verbindung zu ihren Gefühlen. Ohne diese Nähe zu leben, sagt sie, hat nachteilige Folgen auf die Gesundheit. Dr. Moberg hat die ROSEN-METHODE kennen gelernt und sich in diesem Sinne in einem Interview dazu geäußert. FALLBESCHREIBUNG - Schilderung einer KlientinDie Rosen-Arbeit war für mich ein Weg tiefgreifender, heilender und erlösender Erfahrungen. Nach einem Sturz, der 10 Jahre zurücklag, bei dem ich zwei Rückenwirbel gebrochen, aber keine spürbaren Schmerzen zurückbehalten hatte, hatte sich um mein Becken und meinen gesamten Rücken bis zum Nacken ein festes Paket gelegt, das mir in den Jahren danach Beschwerden bereitete, die niemand auf den Sturz zurückführte. In der Berührung der Hände gab das Gedächtnis meines Körpers Bilder frei, die mich verstehen ließen, dass mein Körper zu meiner Rettung einen Schutzpanzer um sich gelegt hatte. Es fühlte sich an wie ein Korsett. Ich hatte Migräne, zeitweise eine Blockade der Beine, und ich wurde depressiv, Ich fühlte mich oft wie gelähmt, obwohl mir gerade das bei dem Sturz erspart blieb. Ganz langsam konnte ich Kontakt mit meiner Seele finden und bei jeder Behandlung einen Teil dieses Korsetts auflösen. Nach und nach gab mein Körper auch andere Bilder frei, Bilder traumatischer Erfahrungen, die mich in meiner Kindheit geprägt hatten. In einer begleitenden Psychotherapie war es mir nicht gelungen, zu diesen Quellen vorzudringen. Ich erkannte, dass mein Körper als Hüter des Gedächtnisses meiner Seele ein viel weiserer Führer zu verborgenen Schmerzen ist, als der Weg, den mein Wille und mein Verstand bisher gewiesen hatten. Als mit der einfühlsamen Unterstützung der Rosen-Praktizierenden die in meiner Seele verborgenen Schmerzen endlich erhört wurden, spürte ich ein körperliches Gefühl tiefer Erlösung, das bei manchen Sitzungen wie die Ahnung eines neuen freieren unbeschwerten Lebens war. Es war, als habe meine Seele darauf gewartet, wirklich berührt zu werden, Und das geschah nun endlich mit diesen leichten Berührungen der Hände. Langsam konnte die an den blockierten Stellen festgehaltene Energie wieder in mein Leben fließen. Das hat mir mit 45 Jahren geholfen, beruflich und privat neue, erfülltere Wege zu gehen. MIT WELCHEN THEMEN KOMMEN DIE MENSCHEN ZUR ROSEN-METHODEAls wichtigste Funktion unserer Arbeit sehen wir, Menschen zu ihrem inneren Wachstum zu verhelfen. Das Ziel ist es Menschen darin zu unterstützen, ihr Potential zu entdecken und zu nutzen. Themen
BENEFIT / GEWINNUm nur einige zu nennen:
Zitat aus dem Geleitwort zum Buch:
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